Der zweite Kurs des Media Literacy Labs, welcher im Februar und März 2014 durchgeführt wurde, trug den Titel „Kinderzimmer-Productions – eine Expedition in digitale Kinder- und Jugendwelten (#mlab14)”. An diesem offenen Online-Kurs zu digitalen Kreativitäts- und Produktionsräumen von Kindern und Jugendlichen nahmen circa 200 Personen teil.

In Anlehnung an Konzepte der Maker Education wurden die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie die produktiv-gestalterischen Tätigkeiten Heranwachsender in den Blick genommen. Die leitende Frage war: Woran tüfteln, was bauen und produzieren, gestalten und designen Kinder und Jugendliche mithilfe digitaler Werkzeuge, auf vernetzten Plattformen und in virtuellen Räumen? Die digitalen Werkzeuge und Angebote wurden von den Kursteilnehmern im Selbsttest ausprobiert (z. B. Mozilla Webmaker, Minecraft, 3D-Drucker).

Es gab von Seiten der Kursleitung keine inhaltliche Begleitung im engeren Sinne. Die moderierende Begleitung bestand vornehmlich auf der Ebene der Strukturgebung und Hilfestellung bei der Organisation der Arbeitsgruppen. Die Kursaktivität fand überwiegend innerhalb von Arbeitsgruppen statt, die sich selbständig mit einem frei gewählten Schwerpunkt auseinandersetzten. Dabei stammten die Anbietenden und Koordinierenden der Arbeitsgruppen aus dem Kreis der Teilnehmenden selbst.

Um ein gemeinsames Gerüst zu bieten und einen Austausch über die Arbeitsgruppen hinaus zu befördern, waren alle Arbeitsgruppen aufgerufen, produktorientiert zu arbeiten. Zum Abschluss jeder Arbeitsgruppe sollte ein vorzeigbares Ergebnis, ein Artefakt stehen. Als Form war dabei ein Exponat vorgesehen, das einen Ausschnitt des Themas für Außenstehende erklärt. Diese Exponate wurden zum Kursende in einer Galerie unter freier Lizenz veröffentlicht: Maker Gallery #mlab14.

Die Koordination erfolgte über eine öffentliche Google+-Community. Die Arbeitsgruppen organisierten die Zusammenarbeit dezentral. Einige von ihnen nutzten dafür ebenfalls die Community-Funktionen von Google+ oder Facebook, andere organisierten sich über E-Mail, WhatsApp oder Treffen vor Ort. Darüber hinaus gab es mit der Gruppe #mlabtalks eine „Sonder-Arbeitsgruppe“, die maßgeblich von Personen aus dem Kurs-Team organisiert wurde. Über Hangouts on Air stellten im Kurszeitraum fast täglich Experten aus Wissenschaft und Praxis Thesen und Produkte aus ihrer Arbeit vor und zur Diskussion. Dieses Angebot war öffentlich und wurde nicht nur über die Grenzen der Arbeitsgruppen, sondern auch über die Grenzen des Kurses hinweg wahrgenommen.

Videos der Hangouts

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