Ob Open Data, Open Source oder Open Educational Resources (OER) – das Schlagwort Open ist in aller Munde. Doch wie steht es um die Open-Bewegung und um die Vernetzung der verschiedenen Open-Akteure? Um mehr zu erfahren, sind wir, Matthias und Judith, am 02. Dezember 2015 nach Stuttgart zur OPEN! 2015 Konferenz gefahren. Was wurde dort besprochen?

In Stuttgart sich die verschiedene Akteure aus den eben genannten Themenfeldern – eine innovative Idee, da Open Source Akteure, die eher aus der Informatik kommen, nicht zwangsläufig auf OER-Akteure treffen, die meist aus pädagogischen Disziplinen stammen. Die Konferenz war allerdings in vier Panels (Tracks) zu den verschiedenen Themen aufgeteilt, sodass man sich nur auf der Hauptbühne und beim schwäbischen Essen vernetzen konnte:

  1. Panel 1: Open Source
  2. Panel 2: Open Data
  3. Panel 3: Open Educational Ressources
  4. Panel 4: Geschäftsmodelle, welches alle Open-Themenfelder behandelte

Wir haben uns entschieden am Panel zu Open Educational Ressources teilzunehmen. Anfangs wurden jedoch alle Teilnehmenden gemeinsam begrüßt.

Die Opening Keynote hielt Gunter Dueck, der in gewohnter Manier sehr humorvoll seine Thesen und Argumente darlegte. Eine seiner Haupforderungen: “Einfach mal machen! Also nicht Planen oder Papiere schreiben oder Studien veröffentlichen sondern einfach mal tun, das wär’ ganz schön!”. Er appellierte an die Firmen, dass alle zusammen etwas bewerkstelligen sollen. Beispielsweise im Bereich der Sensorentechnik und Vernetzung, denn im Idealfall entstünden so intelligente Systeme. Die Aufzeichnung des Vortrags kann man auf Youtube anschauen:

Panel 3: Open Educational Resources

Cover OECD Studie zu Open Educational Resources (nicht lizenzfrei)

Dominic Orr stellte den OECD Bericht Open Educational Resources: A Catalyst for Innovation im Panel vor, an welchem er als externer Berater mitgearbeitet hat. Eine der Hauptaussagen der Untersuchung: OER können als Treiber für Innovationen im Bereich der Bildung fungieren. Ausführliche Informationen und den Hintergrund zur Entstehung der Studie kann man sich im zugehOERt Podcast anhören: zugehOERt Episode 24: OER als Treiber von Innovation – der OECD-Report zu OER 2015.

Das Thema Hochschulen und OER bearbeitete Claudia Bremer, Goethe-Universität Frankfurt/Main. Sie gab in ihrem Vortrag Antwort auf die folgende Fragestellungen: „Unter welchen Bedingunge nutzen Hochschulen OER und wieso/wann nicht?“, „Und wie könnte man das verbessern?“ sowie „Welche Rollen können Hochschulen in Bezug auf OER einnehmen?“. Die Folien ihres Vortrags können hier heruntergeladen werden: Claudia Bremer – OER und Hochschulen (PDF).

Weiterhin berichtete Martin Ebner von der Technische Universität Graz und den dortigen OER-Projekten und Hedwig Seipel sprach über OER im Kontext der Weiterbildung.

Zusammenfassung der Panels

Die Moderatorinnen der Panels trafen sich am Ende der Konferenz auf der Hauptbühne, um kurz über die Ergebnisse des Tages zu berichten:

Die Stuttgarter Erklärung

Um Leitlinien für eine voranschreitende Digitalisierung zu entwickeln, haben die Organisatorinnen und Organisatoren, die Sprecherinnen und Sprecher und die Teilnehmenden der OPEN! 2015 gemeinsam mit ausgewiesenen Fachleuten die Stuttgarter Erklärung vorbereitet, welche Anfang 2016 veröffentlicht werden soll.

Wer sich weitergehend darüber informieren möchte findet sich weitere Beiträge im Netz:

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Judith Vitek und Matthias Andrasch für Media Literacy Lab (medialiteracylab.de).